Ablauf einer Blutspende

Anmeldung

An der Anmeldung werden zuerst Ihre persönlichen Daten überprüft. Bei Erstspendern werden diese Daten von uns erfasst, denn wir müssen ja jede Spende genau dokumentieren. Hierfür benötigen Sie nicht nur Ihren Blutspender- und Unfallhilfepass sondern auch unbedingt einen gültigen Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis). Man erhält einen ausführlichen Fragebogen, den man sehr sorgfältig ausfüllen muss. Es wird nach wichtigen Dingen gefragt, zum Beispiel ob man gerade erkältet ist oder kürzlich ein Piercing, Tattoo oder eine Zahnop erhalten hat oder im letzten halben Jahr in den Tropen war.

Feststellung wichtiger Gesundheitsdaten

Danach werden die Körpertemperatur (im Ohr) und der Blutfarbstoffgehalt (Hämoglobinwert) festgestellt. Ein winziges Tröpfchen aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen reicht dafür aus. Blutdruck und Puls werden gemessen und alle Werte werden dokumentiert. Diese Daten geben zusammen mit dem ausgefüllten Anamnese-Fragebogen dem Arzt wertvolle Hinweise für seine Entscheidung über die Zulassung zur Blutspende.

Anamnese und Spenderzulassung

Ein approbierter Arzt bespricht mit Ihnen den Fragebogen, die erhobenen Gesundheitsdaten und entscheidet dann, ob Sie zur Blutspende zugelassen werden können, oder ob Sie zeitlich befristet oder sogar auf Dauer von einer Blutspende ausgeschlossen werden müssen. Die Gründe werden Ihnen natürlich erläutert

Die Blutspende

Für die Blutspende wird nur steriles Einwegmaterial benutzt, sodass keine Gefahr einer möglichen Ansteckung besteht. Zuerst legen Sie sich auf eine Entnahmeliege. Nun wird die Armbeuge desinfiziert und dann nach einer Vene in der Armbeuge gesucht. Mit einer sterilen Einwegnadeln wird die Vene angestochen und dann werden ungefähr 500 ml Blut entnommen. Zusätzlich befüllen wir drei bzw. vier Laborröhrchen für die Untersuchung Ihrer Blutspende, 

zum Beispiel auf AIDS oder Hepatitis, in unserem Labor. Das dauert ungefähr zehn Minuten. Der Einstich wird mit einem Pflaster oder einem kleinen Verband geschlossen.

Ruhezeit und Verpflegung

Nach der Blutentnahme sollten Sie etwa zehn Minuten ruhen. So kann sich Ihr Kreislauf an die veränderten Bedingungen nach der Blutentnahme gewöhnen. Anschließend treffen Sie sich mit den anderen Spendern bei einem Imbiss. Es ist wichtig, ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Sollten Sie sich nicht wohl fühlen, so ist medizinisch geschultes Personal sofort verfügbar. Man sollte auch mindestens eine halbe Stunde warten, bevor man wieder am Straßenverkehr teilnimmt oder Maschinen bedient. Sie haben jetzt etwa eine Stunde Ihrer Zeit geopfert, aber geholfen, Leben zu retten.

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